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Wildbienen


Wildbienen - Informationen LPV Altötting

Bayerns Ureinwohner - eine Kampagne der bayerischen Landschaftspflegeverbände und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Wiederentdeckte Vergangenheit - der Hohlweg

Hohlwege sind in unserer Landschaft so selten geworden, dass die meisten sie nur aus alten Beschreibungen oder vom Hörensagen her kennen, da im Rahmen der Flurbereinigung die meisten Hohlwege vom Wegenetz abgeschnitten und in vielen Fällen sogar verfüllt wurden.

Diejenigen aber, die sich mit der Erforschung des Wandels der heimatlichen Markungen beschäftigen, wissen, dass Hohlwege Teil eines historisch gewachsenen Wegenetzes sind und im Laufe der Entwicklung einer Landschaft den Naturgegebenheiten angepasst wurden. Vielerorts lassen sich Hohlwege sogar bis hin zu ihrer frühgeschichtlichen Entstehung verfolgen.

Die Erhaltung der noch verbliebenen Reste oder die Rekultivierung inzwischen verfüllter Hohlwege – ist im wahrsten Sinne des Wortes demnach eine Kulturdenkmalerhaltung in der freien Landschaft und gleichzeitig eine Biotoppflege besonderer Art.

Aus kulturhistorischer Sicht sind Hohlwege ein wichtiger Beleg für historische Wegeverbindungen. Darüber hinaus sind sie ein reizvoller Bestandteil der freien Landschaft. Der Entstehung und Eintiefung auf lehmlöß- haltigen Boden liegen rel. kurzfristige, dynamische Prozesse zu Grunde, bei denen im Zusammenspiel von Fuhrwerken und Gewitterregen immer wieder neue Abschwemmungen zur Eintiefung führten.

Hohlwege haben vielfältige ökologische Funktionen. Es gibt kaum einen vergleichbaren Biotoptyp, der so viele Nischen für Tiere und Pflanzen mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen bietet. So entsteht ein reichverzahntes und überaus artenreiches Gefüge verschiedenster ökologischer Nischen.

  Projekt "Hohlwegsanierung südl. Kastl"


Der Hohlweg südlich Kastl hat eine klassische Entstehungsgeschichte. Aufgrund eines leichten Gefälles konnte sich hier über Lehm-Löß-Boden eine Rinne bilden, die sich im Laufe der Zeit zu einem über 250m langen Hohlweg entwickelte, der mittlerweile dicht mit Bäumen und Büschen bestanden ist und als Gehölzstruktur in der Biotopkartierung erfasst wurde. Nach der Nutzungsauflassung wurde der Hohlweg dagegen als Schutzplatz genutzt.

Mit dem Projekt hat der Landschaftspflegeverband den Rahmen der üblichen Maßnahmenpalette verlassen und sich einem Thema gewidmet, dass - zumindest im hiesigen Raum - bisher kaum beachtet wurde. Auch heute noch werden leider immer noch Verfüllungen von Hohlwegen durchgeführt.

Mit der Maßnahme wurde einer breiten Öffentlichkeit die Situation der Hohlwege im Landkreis vorgestellt um das Bewusstsein für die Bedeutung der Hohlwege als landschaftsprägende Bestandteile, aber vor allem auch für ihre ökologische Funktion zu wecken.

Hohlwege in ihrer charakteristischen Ausprägung sind zur Aufrechterhaltung ihrer Funktion im Naturhaushalt auf Nutzung/ Befahrung angewiesen. Nur so können die dynamischen Prozesse von Bodeneintrag und Abtrag im Wechselspiel aufrechterhalten werden.

Der im Jahre 1997 sanierte Hohlweg zeigt, dass sich Naturnutz- und Naturschutz nicht zwangsläufig ausschließen.

 


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Gemeinde Kastl:

Sanierung eines Hohlwegs  



Ein Pirol mit seinen Jungen im Geäst der Bäume

 

Kleiner Hohlweg in der Gemeinde Halsbach
 
 
Glockenblumen an sonnenbeschienen Hohlwegrändern
 
 
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