Home
Projekte
Organisation
Umweltstadel
Infobroschüren
Förderquellen
Pressespiegel
Kontakt
Sitemap
Links
Wildbienen


Wildbienen - Informationen LPV Altötting

Bayerns Ureinwohner - eine Kampagne der bayerischen Landschaftspflegeverbände und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Tauernschecken Ziegen -Rassebeschreibung

Tauernschecken Ziegen sind eine vom Aussterben bedrohte, robuste, vitale, langlebige und trittsichere österreichische Gebirgsrasse.

Derzeit gibt es noch ca. 250 Zuchttiere, wobei der Hauptbestand in Österreich liegt.

Beide Geschlechter sind gehörnt und lebhaft gefärbt. Die Tiere sind dreifarbig braun-schwarz-weiß gescheckt, mitunter auch nur schwarz-weiß, mit einer durchgehenden Blässe. Augen und Ohren sind pigmentiert. Die Beinfarbe ist schwarz bis gescheckt.

Die Tauernschecken zeichnen sich durch hochangesetzte, gut ausgebildete Euter mit ansprechender Milchleistungsveranlagung und durch gute Fruchtbarkeit aus.
Die Euterstellung der Tiere ist "aufgehängt", sodass die Tiere infolge einer großen Bodenfreiheit vor Verletzungen im unwegsamen Gelände geschützt sind.

Widerristhöhe m: 75 - 90 cm w: 70 – 77 cm
Gewicht m: 65 - 90 kg w: 45 – 70 kg

Die weiß-dunkle Scheckung bei Ziegen war früher sehr beliebt, da man die Tiere auf den Hochalmen leichter finden konnte. Im Sommer war die Weißfärbung für das Erkennen von Vorteil, nach Schneefall konnte man aufgrund der dunklen Flecken die Tiere leichter finden.

Die Rasse wurde vor allem durch das Engagement von Herrn WALLNER (1.Vorsitzender des Tauernscheckenzuchtverbandes in Rauris /Österreich) in den letzten Jahrzehnten erhalten. Herr Wallner hat auch dem Landschaftspflegeverband Altötting dankenswerterweise die ersten Zuchttiere vermittelt hat.

Kontakt Tauernschecken Ziege:
Johann Wallner, Vorstanddorfstr. 71, A-5661 Rauris, Tel./Fax: Österreich (0043) 06544/ 20023 und 0664/4663659

Im Landkreis Altötting gibt es derzeit 20 Tiere (Stand Januar 2004), wobei die Stadt Burghausen Eigentümer ist. Die Anschaffung der Herde, Erstellung einer entsprechenden Zäunung mit Infrastruktur, sowie die Betreuung der Herde wird über die Stadt Burghausen finanziert. Für die Herde besteht eine Herdbuchzulassung des österreichischen Zuchtverbandes.

Die Tiere sind bei einem Burghauser Landwirt im Winter untergestellt. Von Frühjahr bis Herbst werden die Hänge um den Burghauser Burgberg seit 2002 von den Tauernschecken beweidet.

Das Projektgebiet im Bereich des Burgberges der Stadt Burghausen im Landkreis Altötting umfasst rd. 10ha. Die Burghänge wurden bis Mitte des letzten Jahrhunderts noch überwiegend mit Ziegen und Schafen beweidet.

Nach Kriegsende kam es aufgrund von Nutzungsauflassung über fortschreitende Sukzession zur allmählichen Bewaldung und Verbuschung. Leitbild für die Burg ist aufgrund kulturhistorischer, aber auch naturschützerischer Aspekte eine Offenhaltung bzw. Zurückdrängen der Sukzession.

Mit dem Aufbau der Ziegenherde soll erprobt werden, inwieweit auch im unmittelbar städtischen Bereich Weidetiere bei der Offenhaltung von Flächen eingesetzt werden können. Die hier gesammelten Erfahrungen lassen sich dann auf vergleichbare Projekte übertragen.

Begleitend zum Projekt wird deshalb über die Laufzeit von 2 Jahren ein Monitoring (2003 bis 2005) durchgeführt.

Das Monitoring wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft(BMVEL) über den Verein Region aktiv – www.chiemgau-inn-salzach.de – finanziert. Hierbei wird auch dokumentiert, in welcher Form ein Weidemanagement gerade auch bei der Ziegenweide durchgeführt werden muss, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Auch soll über die Bedeutung beim Einsatz von Tieren in der Landschaftspflege aufmerksam gemacht werden, da dieser Aspekt in Zukunft wohl eine immer grössere Rolle spielen wird. Die überaus attraktive, vom Aussterben bedrohte Rasse “Tauernschecke“ eignet sich hierfür aufgrund ihrer Robustheit und ihrem hohen Anpassungsgrad an den hiesigen Klimaraum hervorragend.

Das Projekt verfolgt mehrere Ziele, die miteinander verknüpft sind:

   Landwirtschaft und ländliche Entwicklung:

Die Tauernschecke gehört zu einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse. Die durch besondere Robustheit und Attraktivität gekennzeichnete Rasse kann einen Beitrag dazu leisten, Ziegen als landwirtschaftliche Nutztiere wieder attraktiver zu machen. Ziegenfleisch lässt sich gut vermarkten, hier besteht noch eine Versorgungslücke. Die Idee ist Landschaftspflege und Fleischvermarktung zu kombinieren.

   Natur und Umwelt:

Durch Offenhaltung der Hänge nach historischem Vorbild wird die Strukturvielfalt und somit die Artenvielfalt wesentlich erhöht. Beweidung ist die schonenste und naturverträglichste Art – Flächen offen zu halten. Erfahrungen die hier gesammelt werden, könnten auch im Rahmen des Natur und Artenschutzes auf andere Flächen übertragen werden.

   Lernende Region

Aufgrund der Anschaulichkeit und leichten Zugänglichkeit des Geländes eignet sich das Projekt herrvorragend zur Durchführung von Exkursionen und den Besuch von Schulklassen. Durch Anbringung von Tafeln, Flyern usw. ist es auch dem “Autodiktaten” möglich, sich über die Zielsetzungen des Projektes im umfassenden Sinnezu informieren und wird so auch dem pädagogischen Ansatz gerecht.

   Tourismus und Naherholung

Gerade im Bereich der Burg wird die Attraktivität des Geländes durch die Beweidung erheblich aufgewertet. Man kann sogar davon ausgehen, dass sich die “Burghauser Burgziege” zu einem überregionalen Anziehungspunkt entwickelt, der auch in diesem Sinne durchaus Vorbildcharakter für andere vgl. Flächen haben könnte.

zur Navigation
 
Der Erste Nachwuchs

"Tauernschecken" am Südhang des Burgbergs

 

Ministerin Künast (Region aktiv)
besucht die Tauernschecken

     
  Herr Weindl -der betreuende Landwirt im Winterquartier

  

Herr Blüml betreut die Sommerweide
 

Ines
 
 
Unser Zuchtbock Nurmi vor der Stadtkulisse
 
Bahnhofstraße 38
84503 Altötting
Tel.:   0 86 71 / 50 21 28
Fax:   0 86 71 / 50 21 41
Email:LPVAltoetting.Klett@t-online.de
www.lpv-altoetting.de