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Landschaftspflege
– Eine Herausforderung für die Zukunft
Ein wichtige Quelle der Wertschöpfung und
der Identität ist die innige Beziehung zu
einer Landschaft, die geprägt ist durch jahrhunderte,
ja jahrtausende lange Kultivierung. Die Aktivitäten
des Menschen sind ja nicht grundsätzlich
gegen die Natur gerichtet, sondern haben in vielen
Fällen erst die Mannigfaltigkeit der Tier-
und Pflanzenwelt ermöglicht. Die historisch
gewachsene Kulturlandschaft belegt dies in beeindruckender
Weise. Diese zu erhalten, beziehungsweise wieder
zu entwickeln, ist daher die zentrale Aufgabe
des Landschaftspflegeverbandes Altötting.
Die Bewegung in der Natur und der verantwortliche
Umgang mit dieser ist eine Quelle größter
Wertschöpfung. Darum sollte diese Erfahrung
möglichst vielen Menschen ermöglicht
werden. Nur was man kennt, kann man schützen
und ein Gefühl der Verantwortung dafür
zu entwickeln. Es ist darum wichtig, gerade der
nachwachsenden Generation zu vermitteln, daß
die Anlage eines Teiches, der Erhalt eines Trockenrasens
oder die Pflanzung einer Hecke, auch Werte sind,
für die sich ein Engagement lohnt. Mit der
Schaffung einer ökologischen Bildungsstätte
– dem Umweltstadl - im Gemeindebereich Marktl
kann der ökologische Bildungsauftrag weiter
vertieft werden. Die Idee des Umweltstadls verknüpft
schon im Wort die Verbindung zwischen gewachsener
Tradition und fortschrittlichem Denken
Naturschutz darf kein Luxusartikel sein, den
man sich leistet, solange es einem gut geht. Vielmehr
stellt er eine existentiell wichtige Aufgabe und
Herausforderung dar. Es geht dabei ja nicht nur
um Fragestellungen, wie sauberes Wasser, reine
Luft und unbelastete Lebensmittel, sondern auch
um den Erhalt einer vielfältigen, formen-
und farbenreichen Mitwelt. Erfahren, Begreifen,
Empfinden hilft auch unserem Leben selbst mehr
Sinn zu geben.
Ein positives Signal in bewegten Zeiten war zweifellos
die Begründung unseres Baumdenkmals im Mai
2003 auf dem Berghammer Brunnenfeld in Burghausen.
Gerade im Chiemgau werden Baumdenkmäler schon
seit weit über 1000 Jahren gepflanzt, sodass
wir mit diesem Projekt an eine uralte Tradition
anknüpfen konnten. Starke, freistehende Bäume
repräsentieren durchaus auch die Arbeitsweise,
Ziele und Leitbilder unseres Landschaftspflegeverbandes.
Gut verwurzelt in fruchtbarem Boden entfalten
sie ihre Äste in alle Richtungen des Himmels
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Dipl.Biologe Reinhard Klett
(Geschäftsführer) |