Artenreiche Wiesen

Anlage von artenreichen Blühwiesen

In Deutschland geht der Anteil von blumenreichen Wiesen (Flachland-Mähwiesen) immer weiter zurück. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet der LPV jedes Jahr mit ortsansässigen Landwirten zusammen und stellt diesen artenreiche Saatgutmischungen zur Verfügung sowie viele Tipps und Erfahrungen zur richtigen Einsaat und Pflege.

Wie geht das?

Seit 2018 gibt es bei uns das „Altöttinger Modell“, eingeführt vom damaligen LPV-Geschäftsführer Reinhard Klett. Bei diesem erhalten Landwirte, die am Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm (kurz VNP) teilnehmen von uns Saatgut zur Umwandlung von Acker in Grünland oder aber auch zur Aufbesserung von bestehenden, jedoch artenarmen Dauergrünlandflächen.

Altöttinger Modell

Die Umwandlung stellt eine mögliche Maßnahme im VNP dar. Dabei wird eine Ackerfläche mit einer Wiesenmischung eingesät und mindestens fünf Jahre lang als extensive Mähwiese genutzt. Theoretisch steht es jedem Vertragsteilnehmer frei, welches Saatgut er dafür verwendet, solange die Vorgaben der Naturschutzbehörde erfüllt sind. Die Kosten hat er selbst zu tragen. Nicht immer entstehen dabei jedoch tolle Blühwiesen. Daher hat Herr Klett damals der Regierung den Vorschlag gemacht, das Saatgut für die Grundstückseigentümer oder Flächenbewirtschafter zu besorgen und über den LPV staatlich zu fördern. Dadurch wird sichergestellt, dass gebietsheimisches, hochwertiges Saatgut eingesetzt wird. Dem Vorschlag wurde zugestimmt und dieses Modell findet seither auch in anderen Landkreisen Verwendung.

Unsere Blumenmischungen enthalten mind. 25 verschiedene Blumen- und 10 Gräserarten im Verhältnis 50/50.

Hier sieht man wie viele Flächen in den letzten Jahren bereits eingesät wurden: